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Die Silvesternacht 2015 war für die FF EPPD zahlenmäßig eher ruhig, aber dennoch ereignisreich. In der Zeit von 18:00 h bis 06:00 h mussten wir zu 5 Einsätzen ausrücken. Das Einsatzgeschehen konzentrierte sich neben 3 Feuern, auf einen automatischen Brandmeldereinlauf und eine Technische Hilfeleistung. Die FF EPPD war in diesem Jahr für die Silvestereinsatzbereitschaft mit dem LF 20-TH und 6 Mann bei der FF Altona eingemeldet. Der TZ EPPD in Form von GKW1 und GWR3 samt LIMA waren am FWH im Rahmen der Rufbereitschaft über DME mit entsprechend weiterem Personal (12 Mann) für etwaige TH-Lagen oder Dachhautöffnungen bei Bränden von zu Hause aus einsatzbereit. 
Kurz vor Mitternacht begann für uns die eigentliche Haupteinsatzphase, die sich abschnittsweise mit längerer Pause bis um ca. 04:00 Uhr morgens fortsetzte. Dienstende war für uns gegen 06:00 h. Einige dieser Einsätze erreichten uns als Folgeinsatz über Funk. Anhand der Einsatzzahlen war es für die FF EPPD eine ruhige Silvesternacht. Die Ressourcen GKW1 und GWR3 wurden in der Silvesternacht nicht alarmiert.

Insbesondere sind nachfolgende Einsätze zu erwähnen:

31.12.15

23:48 h, THK Große Freiheit (St. Pauli), Telefonzelle gesprengt, POL vor Ort. Eine Telefonzelle war komplett nahezu auf Erdbodenniveau gesprengt. Die Einsatzstelle wurde nach Anforderung des Vattenfall E-Notdienstes zur Stromlosschaltung erneut an die POL übergeben.

01.01.16

00:06 h, FEU Ditmar-Koel-Straße (Neustadt), Feuer auf Balkon im 2.OG eines Altbaus. Vor Ort war die Außenverkleidung des Balkons in Brand geraten. Das Feuer wurde durch FF EPPD mit 1 C-Rohr von außen in Verbindung mit einem KLL schnell bekämpft. Die ebenfalls anrückende 13 HLG war nicht mehr erforderlich.

00:26 h, FEUY Pepermölenbek (St. Pauli), Feuer auf Balkon im 2.OG eines 5-geschossigen Mehrfamilienhauses. Laut Meldebild sollten sich noch 2 Personen in der Wohnung befinden. Bei Eintreffen EPPD1 (LF 20-TH mit der Stärke 1/5) und des RTW 12C war massiver Flammenschlag und Rauchentwicklung vom Balkon im Innenhof zur Straße sichtbar. Das Brandobjekt lag zudem deutlich erhöht vom abschüssigen Straßenniveau auf einem Plateau. Es brannte 1 Holzschrank samt Verschalung und Verpackungsmaterial. Das Feuer drohte unmittelbar in die Wohnung im 2. OG zu laufen und zeitnah auf darüber liegende Wohnung überzugreifen. Aufgrund der besonderen Lage und Zuwegung über längere Wegstrecke zum Objekt mussten durch den Wassertrupp insgesamt 8 B-Längen zur Wasserversorgung ausgelegt werden. Währenddessen brachten der Angriffstrupp mit Unterstützung des Wehrführers die 4-tlg-Steckleiter auf engstem Raum in Stellung. Die zuvor gemeldeten 2 Personen hatten sich bereits unmittelbar vor Eintreffen aus der Wohnung entfernt. Das Treppenhaus war rauchfrei. Das Feuer konnte im Außenangriff unter schweren Atemschutz über tragbare Leitern mit 1 C-Rohr schnell bekämpft werden. Die Brandwohnung hingegen war verraucht. Jedoch konnte durch den schnellen Einsatz ein Durchlaufen des Feuers in die Wohnung aufgrund der durch Thermik bereits geplatzten Fensterscheiben verhindert werden. Der Sicherungstrupp war mit Atemschutznotfallset in Bereitstellung. Das Feuer konnte im weiteren Verlauf zügig vor dem Eintreffen der 36 HLG (zur Fremdbesetzung im Wachrevier 12 aufgrund deines FEU4R) und dem später eintreffenden Einsatzführungsdienst Süd (BDI 30/1) gelöscht werden. Diese nahm später noch 1 C im Innenangriff in Vorbereitung vor. Sämtliche betroffene Wohnungen wurden durch F kontrolliert und intensiv belüftet. Die Nachlöscharbeiten liefen über längere Zeit.

Für die Versorgung zum Jahreswechsel hatte die FF Altona bei einem örtlichen Italiener bestellt. Es stand den ganzen Abend über ein leckeres „take-away“ Buffet bestehend aus verschiedenen Pizzen & Pasta, Lasagne und Berliner, sowie zahlreiche Getränke zur Verfügung. Wir bedanken uns bei den Kameraden von F1928 für die gute Zusammenarbeit.

Nachdem die Kameraden nach ca. 12 Std. ehrenamtlicher Einsatzbereitschaft erst 06:00 Uhr im Bett waren, war die Nacht bereits um 11:31 Uhr wieder zu Ende, da im Industriegebiet im Stadtteil Stellingen ein Flachdach einer Lagerhalle in Brand geraten war. Hier leistete die FF EPPD mit einer Stärke von 15 Mann erneut eine Einsatzdauer von knapp 5 Std. ab. Das Flachdach wurde mittels Rettungssägen im Rahmen einer taktischen Ventilation großflächig geöffnet.

 

 Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von CitynewsTV 

 

 

Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Rüdiger Gärtner