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In der 49. KW und 50. KW gab es 2 Großbrände bei denen der TZ der FF EPPD massiv gefordert war. Insgesamt war die Wehr mit Ihren Teileinheiten an beiden Einsatzstellen insgesamt über 17,5 Std. im Einsatz. Das Personal wurde intern abgelöst.

 Bild mit freundlicher Genehmigung von M. Arning (Blickpunkt Hamburg)
 

1. FEU4 Bengelsdorfstraße:

Am Freitag, den 04.12.2015 kam es gegen kurz nach 14:00 Uhr zu einem Großbrand eines eingeschossigen Supermarktes in Hamburg-Bramfeld in der Straße Bengelsdorfstraße mit der Grundfläche von ca. 45x45m. Das Brandobjekt brannte in ganzer Ausdehnung. Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde zeitnah die Alarmstufe auf Feuer 2. ALF wenig später auf 3. ALF erhöht. In der Folge wurde ein Bereitstellungsraum für nachrückende Kräfte eingerichtet und mehrere Spezialfahrzeuge angefordert.

Es wurden 3 Einsatzabschnitte, davon 2 zur Brandbekämpfung gebildet. Ein weiterer Abschnitt war eine Riegelstellung zu den Nachbargebäuden. Gegen 15:20 Uhr wurde die Alarmstufe abermals auf FEU4 erhöht. Zudem wurden Personen aus dem angrenzenden Nachbargebäude evakuiert. Gegen kurz nach 16:00 Uhr wurde auch der TZ der FF EPPD über den BFW vom GEL nachgefordert um vor Ort mit Beleuchtungskapazitäten und Technischem Gerät zu unterstützen. Der TZ EPPD wurde für eine großflächige Ausleuchtung bis in die frühen Morgenstunden eingesetzt.

Im weiteren Verlauf der EST wurde durch den ADI 1/2 (GEL) unter Einbindung des TZ EPPD eine Einschätzung zu mehreren Wanddurchbrüchen und Zugangsöffnungen gemacht. Diese Maßnahmen wurden notwendig, nachdem ca. 2/3 des Daches des Brandobjektes eingestürzt waren. Nach intensiver Erkundung durch Wehrführer EPPD wurden durch Einsatzkräfte des TZ EPPD von mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz mehrere Zugangsöffnungen mittels Motortrennschleifern und Kettensägen durchgeführt. Dabei wurden die Einsatzkräfte durch anderen FF mit C-Rohren geschützt. Diese Maßnahme führte an der Nordseite zum Erfolg. Die zuvor angedachten Wanddurchbrüche wurden daher verworfen. Stattdessen wurde später das THW WDB mit Ihrem Bagger beginnend an der Südseite zum gezielten Öffnen des Mauerwerkes eingesetzt, um an weitere Brandherde heranzukommen. Die Nachlöscharbeiten dauerten über längere Zeit an. Zudem kam mehrfach zum Wiederaufflammen kleinerer Brandnester. Eine zyklische Kontrolle der Brandstelle wurde vorgenommen.

Einsatzmittel:
10 C-Rohre, 2 B-Rohre, 3 WAWE, 2 DL, 1 TMF, 1 TMF54, 1 THW-Bagger, div. LIMA, Motortrennschleifer, ca. 240 PA

 Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von M. Arning (Blickpunkt Hamburg) 

2. FEU2Y Willy-Jacobs-Weg:

Am Freitag, den 11.12.2015 kam es morgens gegen ca. 08:30 Uhr zu einem Großfeuer in einem eingeschossigen dauerbewohnten Wohnbungalow mit der Grundfläche von ca. 10x15m, welcher nachträglich ausgebaut worden war. Das erste Meldebild der Notrufe lautete FEUY noch 2 Personen im Gebäude. Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde zeitnah auf die Alarmstufe über FEU2 mit Menschenleben in Gefahr erhöht. Beide Personen kamen nach rettungsdienstlicher Sichtung mit RTW ins Krankenhaus. Es wurden 2 Einsatzabschnitte gebildet. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde KATWARN ausgelöst.

Gegen 10:13 Uhr wurde auch die FF EPPD über den Einsatzführungsdienst B - Ost nachgefordert um vor Ort umfangreiche Dachhautöffnungen durchzuführen. Aufgrund der Tatsache, dass das Dach nach der Durchzündung mit massiven Flammenschlag in der Hauptbrandphase in Teilen eingestürzt war und ein Betreten nur noch eingeschränkt möglich war, wurde das Schnellbaugerüst des GKW1 als sichere Arbeitsplattform für unsere Atemschutzgeräteträger in Stellung gebracht. Von hier aus, konnten die Sägearbeiten angemessen und sicher durchgeführt werden. Erschwerend hinzu kam ein doppelt aufgesetztes Dach mit einem Zwischenraum von ca. 40cm und einer ca. 11-schichtigen Lage an Dachhaut! Diese Bedingungen gestalteten sich als Herausforderung für unsere Einsatzkräfte, welche jedoch erfolgreich gelöst werden konnte.

Bis in die Mittagstunden wurden durch den TZ EPPD das bitumenbeschichtete Flachdach des Brandobjektes großflächig aufgenommen. Insgesamt wurden nach Temperaturmessung mittels Wärmebildkamera gezielt ca. 15m² Dachhaut mittels Rettungssägen und Motortrennschleifern geöffnet. Die Nachlöscharbeiten dauerten über längere Zeit an. Es wurde eine Brandwache durchgeführt.

Einsatzmittel:
3 C-Rohre, 1 B-Rohr, 2 WAWE, 1 TMF, 1 DL, div. Rettungssägen, ca. 40 PA 

 Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von der FF Langenhorn (www.ff-langenhorn.de)

 

Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Rüdiger Gärtner