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Am 28.05.2015 war der Technische Zug der FF Eppendorf mit div. Trupps knapp acht Stunden bei einem ausgedehnten Dachstuhlbrand (4. Alarm) im Stadtteil St. Pauli gebunden. Es brannte das Dachgeschoss eines fünfgeschossigen Wohnhauses auf einer Grundfläche von ca. 300m² in ganzer Ausdehnung. Die FF Eppendorf war über mehrere Stunden ab dem späten Vormittag mit insgesamt 14 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen samt Lichtmastanhänger an der Einsatzstelle um mit zehn Atemschutzgeräteträgern Dachhautöffnungen zur taktischen Ventilation mittels Rettungssägen durchzuführen.

 
TZ Eppendorf bei einer Dachhautöffnung mittels Rettungssäge
 

 

Gegen kurz nach halb zehn morgens wurde das Feuer gemeldet. Gegen ca. 09:50 Uhr wurde vom Zugführer des 1. eintreffenden HLZ 2. Alarm ausgelöst. Um 11:24 Uhr wurde durch den Einsatzführungsdienst West (B-Dienst) der 3. Alarm und gegen 13:46 Uhr der 4. Alarm durch den Einsatzführungsdienst A (A-Dienst) ausgelöst.  Die FF Eppendorf wurde auf FEU3 nachalarmiert. An der Einsatzstelle gab es im Dachbereich des Brandobjektes eine starke Rauchentwicklung begleitet von einem teilweise starken Flammenschlag. Während der Hauptbrandphase bestand eine unmittelbare Gefahr der Brandausbreitung auf ein nebenstehendes fünfgeschossiges Wohngebäude. Es wurde daher eine massive Brandbekämpfung im kombinierten Innen- und Außenangriff über mehrere Zugänge und Hubrettungsfahrzeuge mit Riegelstellungen zu Nachbargebäuden mittels bis zu 6 C-Rohren vorgetragen. Gegen ca. 14:00 Uhr wurde die EST auf dem Dach in 2 EA aufgeteilt. 

 

Aufgrund partieller Brandausbreitung im Dachgeschoss wurden hier im weiteren Verlauf ca. 60m² Dachhaut des Nachbargebäudes durch bis zu 5 PA-Trupps der FF EPPD mit mehreren Rettungssägen im Rahmen einer Dachhautöffnung zwecks taktischer Rauchgasventilation geöffnet. Parallel wurde die Brandbekämpfung im Dachbereich vorgetragen. Der Erfolg stellte sich ein, die weitere Brandausbreitung wurde gestoppt. Parallel wurden von anderen Einheiten durch mehrere Trupps frühzeitig Folien zum Schutz vor Wasserschäden in den Wohnungen ausgelegt. Es wurden drei AB-Atemschutz und ca. 150 PA eingesetzt.

 

Intensive Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten über längere Zeit an. Vor Ort befindliche Einheiten wurden durch „frische“ Einsatzkräfte abgelöst. Es wurde eine zyklisch fortlaufende Brandwache an der EST belassen. Erst in den Abendstunden rückte das letzte Fahrzeug der Feuerwehr ein.

 

 

Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Rüdiger Gärtner