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Am 04.11.2014 war der Technische Zug der FF Eppendorf personell und zeitintensiv beim 5. Alarm im Stadtteil Eimsbüttel gefordert. Wir waren über mehrere Stunden ab dem frühen Nachmittag mit insgesamt 16 Einsatzkräften und 3 Fahrzeugen samt Lichtmastanhänger an der Einsatzstelle um mit 12 Atemschutzgeräteträgern anfangs bei der Brandbekämpfung zu unterstützen und im weiteren Verlauf Dachhautöffnungen zur taktischen Ventilation mittels Rettungssägen durchzuführen.
Es brannte dort ein Dachgeschoss eines fünfgeschossigen Wohnhauses auf einer Grundfläche von ca. 500m² in ganzer Ausdehnung. 

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Bild mit freundlicher Genehmigung von M. Arning

Gegen 13:45 Uhr wurde das Feuer gemeldet. Gegen ca. 14:02 Uhr wurde vom Zugführer des 1. Eintreffenden HLZ 2. Alarm ausgelöst. Um 14:46 Uhr wurde durch den Einsatzführungsdienst West (B-Dienst) der 3. Alarm und gegen 15:54 Uhr der 4. Alarm durch den Einsatzführungsdienst A (A-Dienst) ausgelöst. Schließlich wurden durch den Amtsleiter der Feuerwehr als diensthabender Feuerwehrleitungsdienst (FL-Dienst) gegen 16:23 Uhr der 5. Alarm ausgerufen und später zusätzlich 4 FF'en angefordert.

Die FF Eppendorf wurde zunächst auf FEU3 alarmiert, um den 3. HLZ als Ergänzungskomponente im Rahmen des Schutzzieles aufzufüllen. Das 1. Fahrzeug war bereits nach kurzer Zeit an der Einsatzstelle. Später wurde jedoch insbesondere der Technische Zug als Spezialkomponente benötigt.
Vor Ort gab es eine starke Rauchentwicklung begleitet von einem starken Flammenschlag und einer bis zu 15m hohen Flammenwand. Die extrem starke Rauchentwicklung zog über mehrere Stadtteile in Richtung Ost-Nord-Ost und war von weither aus Teilen der ganzen Stadt sichtbar.

Während der Erst- und Hauptbrandphase bestand eine unmittelbare Gefahr der Brandausbreitung auf ein nebenstehendes fünfgeschossiges Wohngebäude, sowie auf die rechte Gebäudehälfte des Brandobjektes.
Es wurde daher eine massive Brandbekämpfung im kombinierten Innen- und Außenangriff mit Riegelstellungen zu Nachbargebäuden mittels bis zu 3 WAWE über DL bzw. TMF und mit bis zu 10 C-Rohren durchgeführt. Gegen 16:30 Uhr wurde die EST in 2 EA aufgeteilt: EA Nord + EA Süd.

Aufgrund partieller Brandausbreitung im Dachgeschoss wurden hier im weiteren Verlauf ca. 120m² Dachhaut durch mehrere PA-Trupps der FF EPPD mittels Rettungssägen im Rahmen einer Dachhautöffnung zwecks taktischer Ventilation geöffnet. Zudem wurde die Brandbekämpfung im Dachgeschoss in zwei Hauseingängen mit 2 C-Rohren auf das Brandobjekt vorgetragen. Zudem wurden durch 2 Trupps frühzeitig Folien zum Schutz vor Wasserschäden in den Wohnungen ausgebracht. Die 3 AB Atemschutz wurden z.T. mehrfach zwischen der EST und des Technikzentrums im Pendelverkehr zwecks Bestückung neuer PA’s eingesetzt. Es wurden ca. 200 PA‘s verbraucht.

Die Versorgung an der Einsatzstelle wurde durch 2 FF Versorgung an der EST sichergestellt. Intensive Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten über längere Zeit an. Es wurde eine zyklisch fortlaufende Brandwache über die gesamte Nacht an der EST belassen. Erst in den Abendstunden des 05.11.2015 rückte das letzte Fahrzeug ein.


Bilder mit freundlicher Genehmigung von M. Arning

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Mit freundlicher Genehmigung von D. Waldeck (siehe unten)

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Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Rüdiger Gärtner